Nach Brest fährt nur, wer muss

EIN EHRLICHER REISEFÜHRER

„Nach Brest fährt nur, wer muss …“. So steht es in unserem Reiseführer und man kann mit Fug und Recht behaupten, dass es sich dabei um keine Auszeichnung handelt. Als Liebhaber von ugly locations war das natürlich eine Einladung. Also ab nach Brest. Zusammengefasst bleibt zu sagen, dass der Reiseführer recht behalten hat. Abgesehen vom maritimen Museum und einer herrlich hässlichen Rolltreppe …

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Pontrieux – Ploumanac’h – Plougrescant

Alliteration

Dem Liebhaber der gepflegten Alliteration mag womöglich aufgefallen sein, dass wir es im Titel mit einem Stabreim zu tun haben. Oder man mag sich fragen, wieso hier plötzlich klingonisch gesprochen wird. Absicht steckt weder hier wie da drin, vielmehr ist es eine glückliche Fügung, all diese drei Orte gesehen zu haben.
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Unreal: Rennes – Saint-Malo – Dinan

WIE IM MÄRCHEN

Flaniert man durch Städte und Städtchen wie Rennes, Saint-Malo oder Dinan, dann kann es recht rasch passieren, dass man sich in einer Zeitmaschine wähnt. Besonders dann, wenn man einen Zeitpunkt erwischt, wo die genannten Ortschaften eher leer sind. Und ganz besonders in Dinan. Eine Zeitreise ins Mittelalter. Jeden Moment könnte der gestiefelte Kater ums Eck kommen, dicht im Nacken sitzen ihm die drei Musketiere. Wäre da nicht hin und wieder ein Auto, wäre die Illusion perfekt.

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Rennes de face

Von Vorne: Rennes

Ach, was habe ich in diesem Blog schon schwadroniert über die Frontale. Man könnte meinen: Fad. Aber nein. Nicht für mich. Vielleicht für den Betrachter oder die Betrachterin? Mag sein. Für mich ist es jedenfalls immer noch meine absolute Lieblingsperspektive. Es geht recht flott zu fotografieren: Draufhalten. Unscharf unmöglich. Und sie öffnet die rostige Türe zur Nachbearbeitung meterweit. Eine Türe, durch die manche Foto-Puristen eher ungern schreiten, aber ich springe meistens mit Anlauf durch.

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Einmal noch: Zentralfriedhof

Der vorläufig letzte Photowalk für die VHS

Der geneigte Leser meines Blogs mag sich vielleicht schon gefragt haben, warum hier so viele Beiträge über den Wiener Zentralfriedhof auftauchen. Das Geheimnis ist aber schnell gelüftet, sofern es überhaupt noch ein Geheimnis ist: Photo Walk and Talk. Für die Wiener Volkshochschulen. Und auch, wenn ich für das Herbst-Angebot aktuell aus Zeitgründen keine Walks geplant habe: Ich kann jedem nur empfehlen, den Zentralfriedhof zu verschiedenen Jahreszeiten vor die Linse zu holen.

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Der Prater. Langzeitbelichtet.

Wenige Motive bieten sie unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten wie der Wiener Prater. Im Winter, an einem Sonntagmorgen: Alles zu, Tristesse, Melancholie. Im warmen Frühjahr, an einem Samstagabend: Leute, Lärm und Licht. Nicht umsonst habe ich diese Location ausgewählt, um zu zeigen, wie unterschiedlich etwas sein kann, wenn man Tages- und Jahreszeiten berücksichtigt.

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The Downstairs Diaries: noch mehr Oberzeiring

3 Wochen. Oberzeiring. Scherzhaft nannte ich es Langweil an der Fad. Ob ich die Prophezeiung damit selbst erfüllt habe? Oder in weiser Voraussicht den Namen erfunden habe? Niemand weiß es. Tatsache ist, dass es dort im Pölstal – eh – ganz nett ist und ich meinen Hang zu (teilweise) minimaler Fotografie durchaus ausleben konnte. Tatsache ist aber auch, dass ich einfach ein Stadtmensch bin. No offense.

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Rausgehen mit der Volkshochschule

Was schon im Vorjahr wirklich Spaß gemacht hat, darf natürlich auch im neuen Jahr nicht fehlen. Mit Gleichgesinnten spazieren gehen, fachsimpeln, fotografieren. Photowalk and Talk. War ich letztes Jahr in Zusammenarbeit mit pictureskill.at (mittlerweile eingestellt) und der Volkshochschule Simmering dreimal am Wiener Zentralfriedhof, so durfte ich diesmal beim Programm ein wenig mitreden und habe eine weitere Location in das Angebot aufgenommen: den Wiener Wurstelprater, den man je nach Uhr- und Jahreszeit völlig unterschiedlich portraitieren kann. Und den Zentralfriedhof gehen wir natürlich auch ab, der wird auch nach dem dritten Besuch nicht fad. Versprochen.
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Restarting The Downstairs Diaries

Da tropft kurz der Pathos:
Früher, als ich noch Zeit hatte …

Als ich noch Zeit hatte: Kopfhörer auf. Kamera raus.
Als ich das noch nicht beruflich machte: Photowalks, alleine.
Jede Woche: Rancid im Kopfhörer, Motive suchen.
Jeden Tag: Fotos veröffentlicht.

Als ich mich selbständig machte: Da ging ich davon aus, dass ich das weiterhin machen werde. Als die Dinge dann anfingen zu laufen: Tat ich das nicht mehr. Zeit, sich Zeit zu nehmen.

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Außen vor – Poysdorf frontal

Zugegeben: Man kann von Poysdorf und der herrlichen Gegend dort schon ganz andere Fotos machen, als diese hier.

Farbenprächtige Kellerwege, Sonnenblumen im Endstadium, famose Landschaften, bäuerliche Romantik noch und nöcher. Ja, solche Foto sind auch entstanden, und vielleicht kommen die in einem Blog, als Anti-These zu diesem Beitrag. Hier und jetzt: Fenster und Türen. Frontal.

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Life on a boat

Polen. Masurische Seenplatte. 1 Woche, 8 Personen. Auf einem Boot. Das kann man sich etwas beengt vorstellen und zum Teil stimmt das auch, aber letztendlich ist es die Freiheit, auf dieser unendlich großen Seenplatte hinfahren zu können, wo immer man möchte. Anlegen, rausgehen, erleben.

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Spuren

Vom Friedhof der Namenlosen runter nach Mansswörth ist es eigentlich nur ein kurzer Weg. Aber er ist voller Details und auch unübersehbarer Spuren, die der Mensch so hinterlässt. Manche traurig, manche schaurig, manche völlig unnötig. Die diesbezügliche Interpretation überlasse ich gern dem Leser oder der Leserin.

Aber so weit lehne ich mich mal aus dem Fenster: Die Dose am Boden muss eher nicht sein, der Frosch hat wohl einfach Pech gehabt und die Pipeline ist eher Schneise denn Spur, aber zumindest fotografisch interessant.

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Stehenbleiben

Daran vorbeigefahren bin ich oft. Damit spekuliert, mal stehen zu bleiben und Fotos zu machen? Ebenso oft. Getan? Nie. Da hilft dann wohl nur, extra hinzufahren, um diesen Ort einzufangen. Mit einem KollegenSchrägstrichFreund. Weil mit der Familie ist das immer so eine Sache: Hinter jedem Fotografen, der in aller Ruhe sein Stativ aufbaut, steht eine Familie, die mit den Augen rollt, weil sie darauf warten muss, dass der Shot erledigt ist.

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Urban Patterns

Die Muster einer Stadt sind überall zu finden. Meistens geometrisch, rechteckig. Liegt wohl in der Natur der Sache.
Vom simplen Kellerfenster über Zigarettenautomaten bis hin zu Detailaufnahmen des Lebensbaumes von Hans Muhr oder ganzen Fassaden.

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The Void

Von halbwegs normaler Stadt zu I Am Legend in 10 Minuten.
Maske. Fingerfreie Handschuhe, taktischer Rucksack. Schwere Schuhe. Alles in schwarz. Kamera. Ist gleich Instant Weltuntergangsstimmung. Aber etwas herbeiphantasiert.
Photowalk im Lockdown.

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Venedig im Spark Modus

Venedig. Venezia. Wie das schon klingt. Gondola, Aqua Alta, Rialto.

Die Herausforderung dabei ist allerdings, dass es an allen Ecken und Enden nur so klingt. Und dass alle Ecken und Enden schon tausendfach fotografiert wurden.  Es gibt in dieser Stadt wohl keinen noch so kleinen Quadrat-Millimeter, den man unter „Off The Beaten Tracks“ schubladisieren könnte. Kaum biegt man von einer Brücke in eine enge Gasse, steht man wieder vor einer Brücke, der vorigen verdammt ähnlich, die in eine enge Gasse mündet, … der vorigen verdammt ähnlich.

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