Das Tofu

Intro.

Man sagt ja, nichts und niemand ist unfotogen und ein guter Fotograf holt aus allem etwas raus. Aber als ich dann etwas unerwartet vor dem Tofu-Block stand, wanderte der Blick zuerst nach rechts, dann nach links und dann verzog ich doch kurz etwas nachdenklich die Lippen. Aber ich lasse mich doch von so einem Soja-Monolith nicht ärgern. Nicht mit mir, Tofu.

Aber von vorne: Der Auftrag.

DAS TOFU heißt die Firma und ja, sie wissen dort, dass es der Tofu heißt.

Aber sie tanzen ganz gerne aus der Reihe (und das ist gut so). Jedenfalls, DAS TOFU macht seit 2019 hochwertigen und handgemachten Tofu, der sich – klammheimlich – sogar in meinen Speiseplan eingeschlichen hat. Und ich bin wahrlich keiner, den man so leicht von Tofu überzeugen kann. Da war ich wohl zu oft in Restaurants, die eher industriellen Massen-Tofu in die Suppe schneiden. Nicht so mein Fall, aber nicht so hier…

DAS TOFU hat sich dafür entschieden, dass A Downstairs Affair für den fotografischen Part zuständig ist. Meine Expertise in Sachen Tofu-Fotografie kann es nicht gewesen sein, aber vielleicht haben sie ja aus meinem bestehenden Portfolio extrapoliert, dass ich der Richtige bin, um ihre Soja-Blöcke ins beste Licht zu rücken.

Ich habe mich jedenfalls sehr geehrt gefühlt und sofort zugesagt, als Sebastian, Gregor und Matthias – die drei Herren hinter diesem Handwerk – mich beauftragt haben.

Zurück zum Intro: Die Arbeit.

Da stand ich also mit dem Tofu und ein paar Zutaten und ein paar Requisiten, mit dem ich das Ding in Szene setzen wollte und die Augen wanderten… siehe oben.

Aber wie gesagt, ich lasse mich von so einem Monolithen doch nicht ärgern.

Schiefertablett, Sprayflasche und Beauty-Dish, mit dem man sonst eigentlich Models fotografiert… Wir schaffen das. Zwei gute Stunden habe ich mit dem normalen Tofu, dem persischen Tofu und dem Seidentofu verbracht, hie und da ein Stück genascht und für fabelhaft befunden. Und siehe da… So wie ich den Tofu von DAS TOFU mochte, mochten sie meine Fotos.

Sehen Sie sich das an, meine Damen und Herren, und zwar hier. Und vielleicht riskieren Sie auch einen kleinen Blick auf die Instagram– und Facebook-Seite der drei Herren, dort wird auch bekannt gegeben, wann und auf welchem Markt der Tofu gekostet und erstanden werden kann.

Und wenn Sie ein Restaurant sind: Man nimmt natürlich auch Großbestellungen an. Kommt deutlich besser in Suppen, als der Tofu, den ich bislang kannte und lässt sich auch anderweitig hervorragend verarbeiten. In der Tradition alter Wiener Manufakturen.

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